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am 23.11.2017

Auf dem Sprung

Vinzenz Geiger

Vinzenz Geiger (20) aus Oberstdorf hat große Ziele. Im Sommer wurde er mit Johannes Rydzek deutscher Vizemeister, jetzt beginnt in Finnland die Weltcup-Saison.

Die letzten Tage daheim in Oberstdorf hat Vinzenz Geiger noch einmal richtig genossen. Zeit für Freunde und Familie, Training in gewohnter Umgebung, Nächte im eigenen Bett. In den kommenden Monaten wird der 20-Jährige, der so heimatverbunden ist, größtenteils auf all das verzichten und in Hotels auf der ganzen Welt aus dem Kofferleben müssen. Für Geiger und die deutschen Kombinierer beginnt in Ruka/Finnland die neue Weltcup-Saison. Vier Monate, in denen sie mit der Rolle der Gejagten klarkommen müssen. Denn zuletzt war das Team so dominant wie nie zuvor. Johannes Rydzek, auch ein Oberstdorfer, hat bei der WM in Lahti alle vier Titel gewonnen, Eric Frenzel zum fünften Mal den Gesamtweltcup und das Team die Nationenwertung. Bei einigen Weltcups standen sogar ausschließlich Deutsche auf dem Podest.

Mindestens bis Januar ist auch Geiger gesetzt im Weltcup-Team des Deutschen Skiverbands (DSV). Die Ziele des Talents aus dem Allgäu
klingen verhältnismäßig bescheiden: „Natürlich will ich immer noch ein bisschen besser werden. Erst einmal geht es aber darum, sich im Weltcup zu etablieren.“ Über jede einzelne Top-10-Platzierung werde er sich in diesem Jahr schon riesig freuen. Ob es bereits in Ruka dafür reicht, ist fraglich. Geiger laborierte in den vergangenen Tagen noch an einem Infekt. Wird der 20-Jährige konkret auf seine sportliche Zukunft angesprochen, wird deutlich, mit welchem Ehrgeiz er die Sache angeht. „Klar will ich irgendwann mal ganz oben sein, einen Weltcup gewinnen, Weltmeister werden. Es wäre ja auch komisch, wenn man solche Ziele nicht hätte“, meint Geiger. Im Nachwuchsbereich hat er den Kombinierer-Gipfel bereits erklommen.

Im Januar 2017 wurde er in Soldier Hollow/USA im Einzelwettbewerb über fünf Kilometer Juniorenweltmeister. Mit einem ähnlichen Erfolg hatte sechs Jahre zuvor auch die große Karriere von Johannes Rydzek begonnen, auch er hatte damals bei einer Nachwuchs-WM Gold gewonnen. Der 25-Jährige ist seit mittlerweile fast drei Jahren Geigers Trainingspartner, im Sommer sind die zwei Oberstdorfer zusammen deutscher Vizemeister geworden. „Es war für mich schon etwas Besonderes. Johannes ist einer der besten Athleten der Welt. Ist doch klar, dass mich das noch zusätzlich motiviert hat“, meint Geiger. Ohnehin geht er mit dem Konkurrenzkampf im deutschen Team recht gelassen um. Das Weltklasse-Niveau selbst im Training bringe jeden Einzelnen Tag für Tag ein Stückchen weiter. Geiger sagt: „Wenn man weiß, wo man hin will, muss man sich mit den Besten messen.“ Dass diese meist älter und erfahrener sind, stört ihn nicht. Jeder sei auf sich selbst fokussiert, einen Leistungsvergleich gebe es unter den Athleten nicht. Die Trainer behalten Sprungweiten und Laufzeiten mit Blick auf die Olympischen Spiele in Pyeongchang freilich mehr im Auge. Sie haben letztlich die Qual der Wahl. Auch Geiger sagt: „Ich will auf jeden Fall zu Olympia. Wenn alles zusammenpasst, habe ich eine Chance. Aber selbst, wenn es dieses Mal noch nicht klappt, bricht für mich keine Welt zusammen. Dann halt in vier Jahren.“ Die entsprechende Vorarbeit hat der 20-Jährige bereits geleistet: Im Frühjahr hat er die Abiturprüfungen bestanden, nach kurzer Pause folgten Training, Training und noch einmal Training. Zwei Einheiten täglich bei lediglich einem Ruhetag pro Woche. Die Intensität wurde im Vorfeld dieser Saison noch einmal erhöht. Vor allem im Ausdauerbereich. „Nachdem die zusätzliche Belastung durch die
Schule jetzt weggefallen ist, fühle ich mich im Training befreiter“, erklärt er. Dass ihm das guttut, hat der Allgäuer bei den Wettkämpfen im Sommer bewiesen. Doch trotz guter Ergebnisse dämpft er die Erwartungen: Die Wettkämpfe auf Matten und Skirollern seien kein Gradmesser für den
Winter. „Man kann sich natürlich entsprechend Selbstvertrauen holen. Aber beim Weltcup-Auftakt wird alles wieder auf Null gestellt“, sagt der Oberstdorfer.

Er fühle sich gut, baue bei den Wettkämpfen auch auf einen zusätzlichen Schub durch die Emotionen auf der Schanze und in der Loipe. Emotionen, denen er auch bei einem seiner großen Hobbys freien Lauf lässt: Schafkopf. „Leider können das in unserem Team noch nicht genügend Leute. Aber wir werden’s ihnen in diesem Winter beibringen“, meint er lachend.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 23.11.2017

am 20.11.2017

Der Skiclub Oberstdorf findet neuen Namenssponsor für die Schattenbergschanze

Auftaktspringen der 65. Vierschanzentournee

Vor dem Start in die neue Event-Saison mit zahlreichen Wintersport-Highlights bekommt die bekannte WM-Arena am Schattenberg in Oberstdorf einen neuen Namen. Ab 1. Dezember heißt das Stadion offiziell „Audi Arena Oberstdorf“

Vor dem Start in die neue Event-Saison mit zahlreichen Wintersport Highlights bekommt die bekannte WM-Arena am Schattenberg in Oberstdorf einen neuen Namen. Ab 1. Dezember heißt das Stadion offiziell „Audi Arena Oberstdorf“. Audi löst damit nach 13 Jahren die Erdinger Brauerei als Namensgeber ab. Audi ist bereits seit mehreren Jahren aktiver und vertrauter Kooperationspartner der Skisport-und Veranstaltungs GmbH.

„Wir freuen uns, Audi als neuen Namensgeber gewonnen zu haben. Audi passt als starker regionaler, nationaler und internationaler Partner im Wintersport ideal zu einem der schönsten Skisprungstadien weltweit“, kommentiert der Vorsitzende des Skiclub Oberstdorf, Dr. Peter Kruijer die Neuigkeit.

Ob vor Ort in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen oder live im TV: Rund um Neujahr ist die Vierschanzentournee das Wintersport-Highlight schlechthin. Audi engagiert sich seit mehreren Jahrzehnten als aktiver Förderer des Wintersports, und ist Presenting-Sponsor der traditionellen Vierschanzentournee.

Für die Marketing Abteilung der Skisport- und Veranstaltungs GmbH gab es im Vorfeld bereits viel zu tun, denn der komplette Werbeauftritt der Arena wird grundlegend verändert. Bereits bis Anfang Dezember soll die Umstellung aller bisherigen Werbemittel von der Homepage bis zu den Eintrittskarten erfolgt sein.

am 14.11.2017

Rollerbahn im Langlaufstadion Ried wegen Wintereinbruch offiziell gesperrt!

Skiroller

Aufgrund der Schneefälle der vergangenen Tage sowie der Gefahr durch Glätte auf den Strecken bei Minustemperaturen ist der Betrieb auf der Oberstdorfer Rollerbahn ab 12.11.2017 offiziell gesperrt!

Aufgrund der Schneefälle sowie der Gefahr durch Glätte auf den Strecken bei Minustemperaturen ist der Betrieb auf der Oberstdorfer Rollerbahn ab 12.11.2016 offiziell gesperrt! Abfahrten und Streckenbereiche im Schatten können aufgrund der Schneefälle und der nächtlichen, kalten Temperaturen bereits vereisen und bei entsprechender Witterung sehr glatt werden. Auch die Beschneiungsgeräte sind bereits auf den Strecken positioniert und angeschlossen. Eine lange Sommersaison mit zahlreichen Trainingseinheiten geht damit zu Ende. Nicht nur nationale und internationale Leistungssportler zeigten sich begeistert von der attraktiven Trainingsanlage im Ried sondern auch unzählige Freizeit- und Breitensportler.

Wir bedanken uns bei unserem Rollerbahnteam um Max Braxmair und Leo Schraudolf sowie der gesamten Arbeitsgruppe für die hervorragende Betreuung und Pflege der Rollerstrecken über die gesamte Sommersaison.

am 07.11.2017

Oberstdorf-Team feiert Herbstfest

Helferfest 2017

Über 400 Helfer feiern den Kick-Off für die Weltcup-Saison 2017/18

Großer Andrang herrschte in der Oybele-Halle an diesem Abend, als das Oberstdorf-Team das jährliche Helferfest feierte. Unter dem Motto "Herbstfest" kamen über 400 der freiwilligen Helfer, um neben dem Helfergeschenk als Dankeschön für die Mitarbeit im vergangenen Winter vor allem einen gemütlichen Abend zu genießen. Die Skisport- und Veranstaltungs GmbH und der Skiclub Oberstdorf ließen sich auch diesmal wieder ein buntes Programm einfallen, welches für einen kurzweiligen Abend sorgte. Nach der Einkleidung mit einer neuen Skihose von Ziener übernahmen OK-Präsident Dr. Peter Kruijer und die neuen Geschäftsführer Florian Stern und Christian Rapp das Mikrofon, dankten für den tollen Einsatz der letzten 12 Monate und nutzten aber natürlich die Gelegenheit, voller Vorfreude auf die anstehenden Aufgaben hinzuweisen. Vor allem die FIS Weltmeisterschaft im Skifliegen vom 18.-21.01.2018 steht dabei in großem Fokus, nach der gelungenen Generalprobe im letzten Winter. Aber auch der Auftakt der 66. Vierschanzentournee (29./30.12.2017) die FIS Tour de Ski (03./04.01.2018) und das Weltcup-Finale der Skisprung-Damen (23.-25.03.2018) versprechen einen arbeitsreichen Winter, so Stern und Kruijer.

Bevor es jedoch mit vollem Elan an die anstehenden Aufgaben geht, stand noch der gemütliche Teil an. Der Fassanstich durch Geschäfstführer Florian Stern eröffnete das Bayerische Buffet, dass von Hans-Peter Rauch und seinem Team vorbereitet wurde. Danach ging es für die gestärkten Helfer beim Armdrücken, "Nageln" und Lasergewehrschießen darum, welches Ressort auch abseits der "normalen Arbeit" als Helfer ganz vorn dabei ist. Eines ist nach diesem Abend sicher: das Oberstdorf-Team ist bereit für den anstehenden Winter mit den zahlreichen Aufgaben.

am 04.11.2017 von Stefan Weidhaas

Katharina Althaus jubelt über Titel

DM

Die Oberstdorferin ist neue Deutsche Meisterin im Skispringen

Die neue Deutsche Meisterin im Damen-Skispringen kommt aus Oberstdorf. An ihrer Heimschanze setzte sich Katharina Althaus (Skiclub Oberstdorf) mit Weiten von 92,0m / 99,5m und 236,4 Punkten gegen ihre Konkurrentinnen Svenja Würth (SV Baiersbronn; 223,7 P) und Juliane Seyfarth (TSG Ruhla 07; 222,7 P) an die Spitze. Auf den vierten Platz kam die Olympiasiegerin Carina Vogt (SC Degenfeld) vor Ramona Straub und einer weiteren Oberstdorferin, Gianina Ernst. Althaus holte sich nach 2014 und 2015 damit erneut den Titel.

Hochzufrieden strahlte die neue Deutsche Meisterin über ihren Erfolg auf der HS-106 -Schanze. Derzeit gelingt ihr fast jeder Sprung mit einer bewunderswerten Leichtigkeit. Beim Sommer-Grand-Prix in Courchevel zeigte sie mit ihrem Sieg bereits ihre hervorragende Verfassung. „Ich glaube, seitdem ich die Doppelbelastung Schule und Sport hinter mir habe, geht alles viel einfacher“, erklärt die 22-Jährige , die inzwischen beim Zoll-Skiteam angestellt ist, ihre derzeitige Überlegenheit.

Althaus ist damit auch ganz sicher beim Weltcup-Auftakt Anfang Dezember in Lillehammer dabei. „Ebenso wie Svenja Würth, Carina Vogt und Juliane Seyfarth, die sich ihre Startberechtigung durch ihre guten Leistungen im Sommer ebenfalls verdient haben“, so Bundestrainer Andreas Bauer. Die restlichen zwei Plätze werden nach einer internen Ausscheidung ebenfalls in Oberstdorf verteilt. Favoritinnen für die heißbegehrten Tickets sind Gianina Ernst (SCO) und Ramona Straub (SC Langenordnach). Coach Bauer: „Aber auch die übrigen Mädchen haben eine reelle Chance, weil die Anforderungen auf der Großschanze doch noch mal etwas andere sind“. Es gilt also, sich in Oberstdorf auf der HS-140-Schanze zu empfehlen, weil auch in Lillehammer einer der Wettkämpfe auf der Großschanze stattfindet.
Beim Weltcup-Auftakt dabei zu sein, ist in diesem Winter besonders wichtig, denn es geht auch darum, sich frühzeitig die Teilnahme an den Olympischen Spielen zu sichern. "Hier haben wir die Kriterien neu und klar definiert: zweimal unter die besten acht im Weltcup zu springen, sichert das Ticket", erläutert Andreas Bauer. Eine Wild-Card erhält übrigens Anna Rupprecht (SC Degenfeld), die vorjährige Deutsche Meisterin. Nach einer schweren Knieverletzung kommt für die Weltcup-Sechste des Vorjahres die interne Ausscheidung noch zu früh. Erst vor drei Wochen ist die 20-Jährige wieder ins Sprung-Training eingestiegen und die Deutsche Meisterschaft war ihr erster Wettkampf.

Oberstdorf hatte kurzfristig die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft von Klingenthal übernommen, wo es keine vergleichbare Schanze gibt. Von der Großschanze hätten die Frauen jedoch den Regeln folgend, nicht starten dürfen. Skiclub-Vorsitzender Dr.Peter Kruijer erklärte die spontane Bereitschaft der Oberstdorfer, in diesem Fall gern einzuspringen, für selbstverständlich. „ Wir freuen uns immer, wenn wir die deutschen Damen beherbergen dürfen. Unser Team hat das möglich gemacht und die Winterpräparierung ein wenig nach hinten hinausgezogen." Nun werde es jedoch auch Zeit, die Schneefangnetze auf die Schanzen zu bringen und die Anlage winterfest zu machen. Kruijer: "Denn dieser Winter wird für uns lang und schwer“.

am 30.10.2017

In den Startlöchern

Das Team der SVG bereitet sich auf den anstehenden Winter vor

Die runderneuerte Skisport- und Veranstaltungs GmbH rüstet sich für vier anstehende Großveranstaltungen in Oberstdorf.

Noch läuft alles im Modus „Business as usual“ in der Erdinger Arena: Auf den Matten findet Sommertraining statt – die Besucher können nur ahnen, dass in zwei Monaten über 25.000 Zuschauer der Auftakt der 66. Vierschanzentournee verfolgen. Aber im Funktionsgebäude des SC Oberstdorf und der Skisport- und Veranstaltungs GmbH bereiten sich die Mitarbeiter auf einen heißen Winter vor. Vier Großveranstaltungen stehen an: Neben dem Tournee-Auftakt (29./30. Dezember) findet die Tour de Ski mit zwei Etappen (3./4. Januar, der Höhepunkt Skiflug-WM (18. bis 21. Januar) und das Weltcup-Finale der Skisprung-Damen ab 23. März statt. Es ist also viel zu tun für das SVGTeam um die neuen Geschäftsführer Florian Stern und Christian Rapp.

Johannes Klein ist zuständig für die Akkreditierungen, die Helfer – und er ordnet Ehrenamtliche den Ressorts zu. 1200 ehrenamtliche Kräfte werden im Einsatz sein – vom Parkplatzeinweiser bis zum Weitenmesser. Die meisten gibt es bei der Vierschanzentournee und der Skiflug-WM. „Viele aus dem Oberstdorf-Team nehmen Urlaub oder reisen von weither an, um die ganze Zeit zu helfen“, weiß Klein. Seine zweite Aufgabe sind die Akkreditierungen: Wer wohin Zugang hat, welche Bereiche für wen tabu sind, all das ist klar geregelt. „Wenn die Kollegen draußen vor Ort richtig im Stress sind, sollte es bei mir ruhig sein“, sagt er, „dann weiß ich, dass die Arbeit im Vorfeld gut war“.

Auch Felix Veith muss schon kräftig ran, wenn der Ticketverkauf anläuft. Der Einzelkartenverkauf für die Tournee läuft bereits an, und Veith registriert zwei Monate vorher die besten Zahlen seit jeher. „Auch für die Skiflug-WM läuft die Nachfrage hervorragend“, sagt Veith. Zwei, die mit Produktionsleitung, Marketing und Stadionproduktion zu tun haben, sind Angela Wiartalla und Stefan Weidhaas. Wiartalla, zuvor Assistentin der Geschäftsleitung, kümmert sich um die Koordination von Dienstleistern, holt Angebote ein, stimmt die TVProduktion ab und kümmert sich um die Infrastruktur vom Gerüstbau bis zur Kameraaufstellung. Zählen kann sie dabei auf die Unterstützung von Weidhaas, der sich mit Marketing, Anzeigenplanung, Radiospots und Sponsoren-Abstimmung kümmert. „Im Grunde ist das der komplette Ablauf jenseits des Sports, die Musik, die Zeremonien, die Übertragung auf die Videowall“, beschreibt er seinen Job.

Michael Neumayer hat nach seiner Karriere als Skispringer die Seiten gewechselt und sieht sich als „Mädchen für alles“: Schanzenpräparierung,
Schneeproduktion, Technik im Stadion. Den Sportlichen Leiter Hans Schmid unterstützt er, erledigt die Ausschreibungen für Wettkämpfe und übernimmt die Rennleitung, wenn Kollege Georg Späth gerade nicht kann. Und das alles neben dem Zusatz-Job, den Neumayer für die FIS erledigt – als Technischer Delegierter ist er für die Materialkontrolle im Einsatz. „Langweilig wird es mir in diesem Winter sicher nicht“, sagt er schmunzelnd. Die Sommer-Events wie der Fis-Grand-Prix der Kombinierer
seien im Vergleich zur Tournee und Skiflug-WM „Kindergeburtstag“ gewesen.

Text: Elke Wiartalla/Allgäuer Anzeigeblatt 26.10.2017

am 30.10.2017

Gesellschaftliches Herbsttreffen der Tourneeorte

Besuch WM Seefeld 2019

Im Rahmen der Herbsttagung der Vierschanzentournee, die vom Skiclub Bergisel, Innsbruck, in Seefeld veranstaltet wurde, konnte sich eine Oberstdorfer Skiclub Delegation über den Bau- und Planungszustand der FIS Nordischen Ski WM 2019 informieren.

Die traditionellen Herbsttagung der Vierschanzentournee wurde in diesem Jahr vom Skiclub Bergisel, dem Organisationskomitee des Vierschanzentournee-Springens in Innsbruck organisiert. Nachdem das Bergisel-Stadion allen gut bekannt ist, hatte sich Präsident Alfons Schranz gerade für die Oberstdorfer sehr interessanten Tagesordnungspunkt einfallen lassen: den Besuch der WM-Anlagen 2019 in Seefeld. Bürgermeister Ing. Mag. Werner Frießer, der bei der WM 2019 auch das Amt des Sportchefs bekleidet, übernahm die kompetente Führung und erläuterte die Planungen und laufenden Baumaßnahmen der FIS Nordischen Ski-WM 2019. Die Oberstdorfer Skiclub-Delegation unter Führung des OK-Präsidenten Dr. Peter Kruijer zeigte sich insbesondere beeindruckt vom Aus- und Neubau der Loipen sowie der geplanten Dimensionierung der Beschneiung. Hinter allen Planungen stehe das touristische Ziel "einer der Top-Destinationen im Langlauf" zu werden, führte Bürgermeister Frieser aus, denn die Baumaßnahmen dienen nicht nur der WM, sondern sollen auch das steigende Interesse an der Wintersportart Skilanglauf unterstützen. So wurde gerade von der Olympia-Region Seefeld eine repräsentative Trendstudie veröffentlicht, die verdeutlicht, dass Skilanglauf die kommende Wintersportart ist: Rund 35 Millionen Deutsche (51 Prozent) interessieren sich für diesen Sport. So verzeichnet Langlauf mit einem Anstieg von zehn Prozent mehr Neu- und Wiedereinsteiger als der alpine Skisport und Snowboardfahren. Im Gegensatz zu diesen beiden Sportarten spricht Skilanglauf jedoch alle Altersgruppen an.

Die Schanzen von Seefeld wurden erst vor wenigen Jahren neu gebaut und münden in ein Fußballfeld. Für die WM 2019 entstand für den Transport der Sportler zum Anlaufturm ein neuer Schrägaufzug. Der Saisonstart ist für Anfang November geplant, die neue Beschneiungsanlage ist bereit um in 48 Stunden das komplette WM-Streckennetz zu beschneien. Geplant ist für das Mega-Event die Loipen mit einer Schneedecke von 1,25m zu belegen.

am 24.10.2017

Fessel und Rydzek mit "Goldenem Ski" ausgezeichnet

Nicole Fessel belegte Rang zwei beim Weltcup in Davos

Der "Goldene Ski" ist die höchste Auszeichnung, die der DSV an Aktive vergibt.

Seit seiner Gründung zeichnet der Deutsche Skiverband (DSV) jedes Jahr herausragende Leistungen der vergangenen Saison aus. Der "Goldene Ski" ist die höchste Auszeichnung, die der DSV an Aktive vergibt. In der Disziplin Langlauf und Nordische Kombination wurden zwei Athleten des Skiclub Oberstdorf ausgezeichnet: Nicole Fessel und Johannes Rydzek.

Viessmann-Juniorsportler des Jahres 2017

Bereits seit einigen Jahren zeichnet der Deutsche Skiverband gemeinsam mit seinem Partner Viessmann such die besten C-Kader-Athleten in jeder Disziplin aus. Für seine Erfolge im vergangenen Winter wurde Vinzenz Geiger, SC 1906 Oberstdorf (JWM Soldier Hollow: Gold im Einzel HS 100/5 km, 7. im Einzel HS 100/10 km, 5. Team, 1 Weltcup-Podestplatzierung (3. in Ramsau), 5 x Top-Ten im Weltcup, 20. Platz in der Weltcup-Gesamtwertung) in der Disziplin "Nordische Kombination" ausgezeichnet.

In der Disziplin "Skisprung Damen" konnte sich Gianina Ernst ebenfalls den begehrten Titel sichern. Auch sie konnte mit ihren Erfolgen (JWM in Soldier Hollow: Gold im Team, Silber im Mixed-Team, 4. im Einzel, 1 x Top-Ten im Weltcup (10. in Pyeong Chang), 31. Platz in der Weltcup-Gesamtwertung) des vergangenen Winters die Jury überzeugen.

am 23.10.2017

Johannes Rydzek verteidigt seinen deutschen Meistertitel

FIS Sommer Grand-Prix

Johannes Rydzek hat sich den deutschen Meistertitel in der Nordischen Kombination geholt. Nach einem Sprung von der Großschanze und dem Zehn-Kilometer-Skiroller-Rennen in Klingenthal siegte der viermalige Weltmeister von Lahti in 23:04,8 Minuten.

Weltmeister Johannes Rydzek hat seinen deutschen Meistertitel in der Nordischen Kombination erfolgreich verteidigt. Der 25-Jährige setzte sich in Klingenthal nach einem Sprung von der Großschanze und zehn Kilometern auf Skirollern mit 27,1 Sekunden Vorsprung deutlich vor Gesamtweltcupsieger Eric Frenzel und Tobias Simon durch. Der Breitnauer hatte zuvor das Springen für sich entschieden.

Rydzek hatte bei seinem Sieg kaum Probleme mit der internen Konkurrenz. Im Springen hatte er Rang drei belegt, musste acht Sekunden auf Simon aufholen. Das passierte schnell. Danach ging der Oberstdorfer sein eigenes Tempo und ließ auch dem fünfmaligen Gesamtweltcupgewinner Frenzel keine Chance. Der hatte im Springen Platz vier mit elf Sekunden Rückstand belegt. Auf dem unglücklichen 4. Platz landete Vinzenz Geiger vom Skiclub Oberstdorf.

Sein Teamkollege Julian Schmid kam als Mitglied des DSV-C-Kaders auf den guten 15. Platz und damit in der Juniorenklasse hinter Simon Hüttel und vor Jonas Welde auf Platz 2. Wendelin Thannheimer landete im Endklassement auf dem 24. Rang.

Im Teamsprint am Sonntag setzten sich Frenzel und Björn Kircheisen als Team Sachsen I vor Rydzek und Vinzenz Geiger durch. Julian Schmid (SCO) und Luis Lehnert kamen hier auf den ausgezeichneten 6. Rang.

am 09.10.2017

Oberstdorfer besuchen FIS-Herbsttagung in Zürich

Herbstmeeting Zürich

Der Internationale Skiverband informiert bei der FIS-Herbsttagung die Weltcup-Veranstalter aller Disziplinen in Zürich.

Einen wahren Sitzungsmarathon haben die Vertreter der Skiport- und Veranstaltungs GmbH beim traditionellen Herbst-Meeting der FIS hinter sich gebracht. Das Herbstmeeting ist alljährlich der Startschuss in die kommende Rennsaison für die Weltcup-Organistoren der einzelnen Disziplinen. Ein straffes Programm wartet dabei auf die Teilnehmer bestehend aus Sitzungen, Workshops und Präsentationen der verschiedenen Komitees, bei denen noch einmal die letzten Reglement-Feinheiten für die Saison ausgearbeitet und besprochen worden.

Für die Delegation aus Oberstdorf lief es äußerst positiv. So wurde das Finale des Damen-Weltcups auf der Normalschanze HS 106 endgültig bestätigt. Im Skisprung-Komitee präsentierten Florian Stern, Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH und Rennleiter Michael Neumayer den aktuellen Stand der Vorbereitung zur Skiflug-WM 2018. Die Vertreter der FIS zeigten sich dabei sehr zufrieden, mit den geplanten Änderungen, die nach der Analyse der Vor-WM sowie in Abstimmungsgesprächen mit der produzierenden TV-Anstalt EBU vorgenommen werden, so Skiclub-Vorstand Dr. Peter Kruijer.

Auch beim Komitte Langlauf gab es interessantes zu erfahren. Neben der Vorstellung der Langzeitplanung des Weltcup-Kalenders, bei der es zahlreiche Änderungswünsche und Diskussionen unter den verschiedenen Nationen-Vertretern gab, wurden auch neue Vorschläge z.B. bei der Verteilung des Preisgeldes vorgestellt. Ein Team aus Skandinavien stellte Pläne für ein neues Etappenrennen in Skandinavien vor. Man präsentierte ein Programm, das 2019/20 in den Weltcup aufgenommen werden soll. Die Tour soll in Schottland oder Dänemark gestartet werden und Etappen in Östersund, Åre (Schweden) und Trondheim (Norwegen) folgen.

Besonders gelobt wurden die Vertreter aus Oberstdorf im Komitee der Nordischen Kombination. Renndirektor Lasse Ottesen schwärmte erneut wieder von der großartigen Atmosphäre des vergangenen FIS Sommer Grand-Prix und der tollen Abwicklung des FIS Youth Grand-Prix.