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ProSport feiert sein 20-jähriges Bestehen

Mitgliederversammlung zeigt funktionierendes Vereinsgefüge und erfolgreiche Förderung junger Talente

Die Gründungsmitglieder von ProSport wurden im Rahmen der Mitgliederversammlung geehrt.

Mit einer kleinen Jubiläumsfeier war die diesjährige Mitgliederversammlung von „ProSport Allgäu/Kleinwalsertal“ verbunden. Immerhin unterstützt der Förderverein seit nunmehr 20 Jahren sportliche Nachwuchstalente aus der Region. 1997 ging es darum, Möglichkeiten zu finden, Schule und Sport unter einen Hut zu bringen, Trainingsbedingungen und sportliche Infrastruktur zu verbessern. Viele Einzelathleten, Teams und Einrichtungen, hier vor allem das Skiinternat in Oberstdorf, profitierten davon. Auch im Jubiläumsjahr folgt „ProSport“ seinen ursprünglichen Zielen, versicherte der Vorsitzende Alois Ried. Im zurückliegenden Vereinsjahr wurden 14 Individualsportler und über 200 Nachwuchsathleten in 17 Teams und Projekten mit mehr als 100 000 Euro unterstützt.

ProSport-Präsident Alfons Hörmann, der auch als Präsident des deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) den Blick vor allem auf sportpolitische Geschehen richtete, wies auf mehrere internationale und nationale „Baustellen“ hin. So betrachte man aufmerksam die Entwicklung im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Südkorea und verarbeite die Erkenntnisse um das systematische Doping russischer Sportler. National stehe man vor Herausforderungen bei der Strukturreform des Spitzensports durch interdisziplinäre Gesamtkonzepte. In einem Wahljahr, in dem politische Entscheidungen eingefroren werden, kein leichtes Unterfangen, wie Hörmann verriet. In der Diskussion um die FIS Nordische Ski-WM in Oberstdorf warnte der DOSB-Präsident alle Beteiligten vor allzu großen Erwartungen in die Zusage von Fördermitteln und Sponsoring.

Den Jahresrückblick lieferten Geschäftsführer Stefan Huber, Sportausschuss-Vorsitzender Dr. Peter Bösl und Marketing-Referent Peter Fuchs gemeinsam. Sie verwiesen auf die wichtigen Großveranstaltungen, die dem Verein mit eigenem Stand und vielen Sammlern eine gute Öffentlichkeitsarbeit und über 14 000 Euro an Spenden sicherten. Die Förderung von fast 250 Sportlern sei eine außerordentliche Sache. Vor allem die Team-Förderung sei ein essentieller Bestandteil, der von Vereinen und Verbänden so nicht geleistet werden könne. Das ProSport-Engagement sei jedoch kein Ersatz für die Verbandsarbeit, sondern solle zusätzliche Qualität in der Region bieten. Schatzmeister Manfred Berktold schilderte die finanzielle Lage des Vereins als nach wie vor positiv und betonte, dass mehr als 98 Prozent der Fördergelder dank der vorbildlichen, rein ehrenamtlichen Arbeit auch tatsächlich in der Sportförderung ankämen.

ProSport-Geschäftsführer Stefan Huber, der sich in den nächsten Monaten im Ausland befindet, wird in der Zeit seiner Abwesenheit von Dominik Fritz als kommissarischer Geschäftsführer vertreten. Zum Abschluss der Versammlung gab es für alle Mitglieder, die seit 1997 mit im Boot sind, Ehrenmedaillen. Das waren immerhin 76 Einzelpersonen, Vereine, Firmen und Gemeinden. Inzwischen ist ProSport auf 201 Mitglieder gewachsen.

Dominik Fritz (zweiter von links) übernimmt kommissarisch die ehrenamtliche ProSport-Geschäftsführung von Stefan Huber (zweiter